Historisches Seminar
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Die politische Konzeptualisierung von Sklaverei im frühneuzeitlichen Kastilien und in der „Neuen Welt“

Dissertationsprojekt von Jonas P. Schirrmacher

Betreuer: Prof. Dr. Arndt Brendecke

Cotutelle mit der Universität Bern (Prof. Christian Büschges/Iberische und Lateinamerikanische Geschichte)

 

Das Projekt widmet sich der Sklavereipolitik der kastilischen Krone im 16. Jahrhundert. Die Sklaverei wird dabei nicht als soziale Institution betrachtet. Vielmehr soll der Begriff des Politischen ins Zentrum rücken und die Sklaverei als mehrdimensionaler Komplex zwischen herrschaftspolitischen, ökonomischen, militärischen und theologischen Interessen verortet werden. Anhand der Versklavung der indigenen Bevölkerung der „Neuen Welt“ sowie der Versklavung der moriscos während des guerra de Granada (1568-1571) soll gezeigt werden, wie das politisch und theologisch brisante Thema der Sklaverei stets als politische Verhandlungsmasse zwischen Zentralregierung, Militär und Peripherie genutzt wurde. Praxisorientierte Ansätze und eine Bezugnahme auf die neueren Forschungen zur Beuteökonomie sollen zur Analyse politischer Handlungsformen sowie der zentralen Funktionen der Sklaverei verwendet werden.