Historisches Seminar
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Das deutsche Judentum in der Revolution 1848/49

Dissertationsprojekt von Richard Volkmann

Betreuer: Prof. Dr. Michael Brenner

 

Das deutsche Judentum in der Revolution 1848/49 Prof. Dr. Michael Brenner (Jüdische Geschichte und Kultur) Die gescheiterte Revolution von 1848/49 gilt weithin als eine wichtige Wegmarke im Rahmen der deutsch-jüdischen Geschichte des 19. Jahrhunderts. Zugleich wird sie jedoch allzu oft auf die rein politischen Aspekte reduziert, das Judentum jener Zeit nur durch das Prisma der Emanzipationsgesetzgebung in der Paulskirche betrachtet.
Anhand von Quellen aus jüdischen Gemeindearchiven, persönlichen Schriften und zeitgenössischen journalistischen Veröffentlichungen möchte ich den Blick weg vom politischen Geschehen hin zur Alltagsgeschichte richten und dabei insbesondere auch der Frage nachgehen, welche praktischen Auswirkungen die Revolution für deutsche Juden hatte – und wie sie zugleich von diesen wahrgenommen wurde.


Aus der oftmals durchaus erheblichen Differenz zwischen Realität und Rezeption speist sich endlich der Beginn einer deutsch-jüdischen Nachbetrachtung der Revolution, die das Bild von 1848 im späteren deutsch-jüdischen Narrativ wesentlich mitbestimmte. Eine abschließende Betrachtung der frühen Fünfzigerjahre wird diesen Aspekt näher aufgreifen und die Arbeit abrunden. Richard.volkmann@gmx.de