Historisches Seminar
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Beatmusik in der bundesdeutschen Kultur der 1960er Jahre

Dissertationsprojekt von Johannes Jooß

Betreuer: Prof. Dr. Martin H. Geyer

 

Die Arbeit hat den Transfer von britischer Beatmusik und ihren Begleitphänomenen wie Mode, Haartracht und Habitus in die Bundesrepublik der 1960er Jahre zum Gegenstand. Dabei richtet sich das Hauptaugenmerk auf die zentrale Rolle von Beat im Wandel gesellschaftlicher Werte und Normen und die Funktion Englands als Nukleus internationaler Jugendkultur. In der Zeit von 1964 bis 1967 war Großbritannien und nicht die USA der Ausgangspunkt einer globalen Poprevolution, die den Namen „British Invasion“ erhielt. Ziel der Dissertation ist es auch, zu zeigen, dass es sich dabei nicht um eine „Amerikanisierung auf Umwegen“ handelte, sondern um ein eigenständiges britisches Phänomen, das für die Transformation der bundesrepublikanischen Gesellschaft in eine liberale und pluralistische ungleich bedeutsamer war als der Rock`n Roll der 50er Jahre und verankerte in vielen Bereichen der Kulturindustrie ein jugendliches Leitbild.