Historisches Seminar
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"Die Moral der Gegenstände" - Auf den Spuren nachhaltiger Produktgestaltung an Bauhaus und HfG Ulm

Dissertationsprojekt von Nicole Heinzel

Betreuer: Prof. Dr. Hellmuth Trischler

 

Das Promotionsprojekt bewegt sich an der Schnittlinie von Design- und Umweltgeschichte des 20. Jahrhunderts. Im Kern vergleicht es Alltagsgegenstände, die in den Werkstätten des Bauhauses – Staatliche Hochschule für Gestaltung (1919 – 1933) entstanden sind, mit Entwicklungen aus der Abteilung Produktgestaltung der Hochschule für Gestaltung (HfG) Ulm (1953 – 1968). Entlang der Gestaltungsaufgabe ‚Küche’ sucht es nach kreativen Ideen beider Hochschulen, die mit den heute immer wichtiger werdenden Kriterien für nachhaltiges Design vergleichbar sind. Ziel der Untersuchung ist es, herauszuarbeiten, wie die Schulen im jeweiligen Kontext ihrer Zeit mit ökologischen, ökonomischen und sozialen Aspekten in Verbindung mit ästhetischen und ethischen Fragen des Design umgegangen sind und sie im Laufe der Zeit verändert und weiterentwickelt haben. So zeigt die Arbeit den strukturellen Wandel des Berufsfeldes eines Produktgestalters und trägt einen wichtigen Teil zur Geschichte nachhaltigen Produktdesigns in Deutschland bei. Sie vermittelt, worauf die aktuelle Sicht nachhaltiger Gestaltung fußt und findet in der Vergangenheit Anregungen für die künftigen Herausforderungen eines Produktdesigners, indem sie der Frage nachgeht: Wie haben Gestalter des Bauhauses und der HfG Ulm versucht, die Wettbewerbsfähigkeit der Industrie mit ökologischer Nachhaltigkeit und Fragen sozialer Gerechtigkeit zu verbinden und was können heutige Designer hieraus für die Zukunft lernen?