Historisches Seminar
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Neue praxisorientierte Lehrveranstaltungen im Sommersemester 2014

07.04.2014

Im Sommersemester 2014 wird das neuartige - von PD Dr. Mirjam Zadoff (Jüdische Geschichte und Kultur) und Dr. Gregor Pelger (Gymnasium Gräfelfing) 2013 erstmals angewandte und mit dem LMU-Lehrinnovationspreis ausgezeichnete - Seminarformat zur Schulpraxis erneut angeboten und erweitert!

Dieses Format wendet sich praxisorientiert an fortgeschrittene Lehramtsstudierende, die im Seminar Unterrichtseinheiten zum Fach Geschichte (Schwerpunkt bayerischer Lehrplan) erarbeiten und schließlich in der Schulpraxis gemeinsam mit Lehrern umgesetzen.

Zwei Veranstaltungen orientieren sich im Sommersemester an diesem Konzept (siehe unten). Anmeldungen nimmt das Studienbüro gern entgegen.

Vertiefungskurs Neueste Geschichte

Jüdische Geschichte im Schulunterricht

Dr. des. Philipp Lenhard und StR Dr. Gregor Pelger
Donnerstag, 08-11 Uhr, Historicum, K 226

Haifa (Bild: Mipago, Wikimedia CC)Der Vertiefungskurs befasst sich mit der Erarbeitung, Präsentation und Anwendung von Unterrichtseinheiten zur Geschichte der Juden (Schwerpunkt Bayerischer Lehrplan). Nach einer historischen Grundlagenbildung und Einführung in die geschichtswissenschaftliche Didaktik zur jüdischen Geschichte werden in der Lehrveranstaltung die Möglichkeiten und Grenzen schulischer Umsetzung jüdischer Geschichte im Unterricht reflektiert. Diese Überlegungen sollen unmittelbar in die selbstständige Erarbeitung von Unterrichtseinheiten einfließen.

In einem zweiten Schritt werden die Unterrichtseinheiten dann auf einer Lehrerfortbildung präsentiert und dort noch einmal durch die der praktischen Erfahrungen von Lehrern überarbeitet (3. - 4. Juli 2014). Nach dieser Zusammenführung von theoretischen Entwürfen und praxisorientierten Vorüberlegungen ist eine Erprobung der erarbeiteten Stunden zur jüdischen Geschichte an den Schulen der teilnehmenden Lehrer mit deren Unterstützung geplant. (September – Dezember 2014).

Die gesammelten Ergebnisse aus der Unterrichtspraxis werden abschließend in einem letzten Arbeitsschritt bis April 2015 auf einer eigens entworfenen Homepage als öffentlich zugängliches Unterrichtsmaterial zur Verfügung gestellt.

Fahrtkosten für die teilnehmenden Studenten werden vom Historischen Seminar der LMU übernommen. Darüber hinaus bemüht sich das HS um einen finanziellen Ausgleich für das Engagement der Studierenden bei der Lehrerfortbildung und bei der Erprobung im Unterricht.

Das Projekt wird von der Stiftung EVZ in Zusammenarbeit mit dem Leo Baeck Institut gefördert und wurde 2013 mit dem Lehrinnovationspreis Lehre@LMU ausgezeichnet.

Empfohlen für Studierende, die bereits ein Basismodul Neuzeit besucht haben, Vorwissen im Bereich der Jüdischen Geschichte ist erwünscht.

Prüfungsformen im mod. LA: MP, RE, HA
Anmeldungen mit kurzer Begründung des Interesses per E-Mail beim Studienbüro, Dr. Martin Schmidt, StudienbueroGeschichte@lrz.uni-muenchen.de
 

Übung Vermittlung und Präsentation

Dr. Martin Schmidt und StR Christoph von Ehrenstein
Donnerstags, 10-12 Uhr, Historicum, Raum K 302

„Europäische Kultur und Gesellschaft“ in der Schule - didaktische Konzepte und praktische Anwendungen

Paul Manship Flight of Europa 1925 (Bild: cliff1066, flickr CC)„Historische Komponenten europäischer Kultur und Gesellschaft“ heißt das Thema, das der bayerische Lehrplan für den Geschichtsunterricht im ersten Halbjahr des 12. Jahrgangs festlegt. Die sperrige Leitthematik umfasst hochgradig brisante und interessante Sujets: die Grundlagen des europäischen Selbstverständnisses, die Spaltung Europas durch den Nationalismus und den neueren europäischen Verständigungsprozess.

Das Thema ist allerdings an der Schule nicht leicht zu vermitteln. Dies liegt zum einen daran, dass es die Grenzen mehrerer Epochen und Fächer überschreitet. Zudem berücksichtigen die Schulbücher den erst jüngst 2012 veränderten Themenschwerpunkt nur teilweise. Selbst die „Leitidee“ zum Lehrplan weist auf diese Vermittlungsproblematik hin: „Warum eine Beschäftigung mit diesen Epochen sinnvoll und lohnend ist, leuchtet nicht jedem Schüler unmittelbar ein.“

Die Übung nimmt dieses Desideratum ins Visier und setzt sich zum Ziel, das Thema - entsprechend den Interessen der TeilnehmerInnen - fachwissenschaftlich zu erschließen. Parallel dazu erarbeiten alle TeilnehmerInnen ein Unterrichtskonzept mit einsetzbaren Unterrichtsmaterialien, die im Seminar diskutiert werden. Sie erhalten dann die Gelegenheit (und erklären sich mit der Anmeldung auch dazu bereit), das von ihnen erarbeitete Stundenkonzept und ihre Unterrichtsmaterialien auf einer Sitzung mit Lehrern bayerischer Gymnasien zu besprechen und, in einer anschließenden kurzen Praxisphase im Wintersemester, an einem Schwabinger Gymnasium in einer Unterrichtseinheit umzusetzen. Die Materialien sollen abschließend online öffentlich zugänglich gemacht werden.

Prüfungsform im BA und mod. LA: RE
Anmeldungen beim Studienbüro, Dr. Martin Schmidt,
StudienbueroGeschichte@lrz.uni-muenchen.de

Für Onlinematerialien wird ein LMU-Team "Europäische Kultur und Gesellschaft" eingerichtet (Zugang nur mit freigeschalteter Kennung)