Historisches Seminar
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Die päpstlichen Urkunden zu Juden im 12. und 13. Jahrhundert

Dissertationsprojekt von Katharina Hupe

Betreuerin: Prof. Dr. Eva Haverkamp-Rott

 

Der Zeitraum zwischen dem Pontifikat Alexanders III. (1159 - 1181) und Innozenz‘ IV. (1243 - 1254) gilt als Zeit der Juristenpäpsten, welcher neben den genannten auch die Pontifikate von Innozenz III. (1198 - 1216), Honorius III. (1216 - 1227) und Gregor IX. (1227 - 1241) umfasst. Diese Päpste veränderten die Kirche und das Kirchenrecht wie kaum Päpste vor ihnen. Dies hatte nach langläufiger Meinung auch Auswirkungen auf das
Verhältnis der Päpste – und der gesamten Kirche – zu Juden in Europa. Diese Prämisse ist jedoch zu hinterfragen.
In dieser Arbeit sollen nicht die Päpste im Mittelpunkt stehen, sondern die Urkunden selbst. Die Urkundenarten und ihre Überlieferung können vielschichtige Erkenntnisse bieten. Des Weiteren entstanden die meisten Urkunden in diesem Zeitraum nicht aus Eigenmotivation der Päpste, sondern auf Initiative von Petenten, die oftmals viel Zeit und Geld zur Erlangung von Urkunden aufwendeten. Daher sollen auch diese Petenten, auch wenn sie zu meist nicht namentlich bekannt sind, mehr in den Fokus gerückt werden.
Um der Fokussierung auf die Quelle selbst Rechnung zu tragen, sollen nicht alle bekannten päpstlichen Urkunden analysiert werden. Zum einen sollen die Urkunden nach thematischen Schwerpunkten – beispielsweise Schutzurkunden und Urkunden zum Zeichentragen, aber auch nach ihrer Überlieferung und im Kontext regionaler Zusammenhängen hinterfragt werden.