Historisches Seminar
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Die Chroniken des Veit von Ebersberg

Dissertationsprojekt von Katharina Meister

Betreuer: PD Dr. Christof Paulus

 

Das 15. und 16. Jahrhundert gilt nicht nur in Bayern als Blütezeit der Geschichtsschreibung. Nicht selten stand bei den bayerischen Historiographen die Verbindung der Geschichte der herrschenden Wittelsbacher mit dem von ihnen beherrschten Gebiet im Vordergrund. Etliche dieser von den Autoren selbst zumeist als Chroniken bezeichneten Texte wurden bereits im 18. Jahrhundert von Andreas Felix Oefele ediert, dennoch fanden einige Textstücke nur geringe Beachtung in seiner Auswahl, so auch das „Chronicon Bavarorum“ des 1512 verstorbenen Benediktinermönches Veit von Ebersberg (Veit Stopfer). Die besondere Bedeutung dieses kaum erschlossenen Werks liegt nicht zuletzt in der Möglichkeit, weitere Erkenntnisse zur Rezeption der Chroniken aus dem 15. und 16. Jahrhunderts zu gewinnen.
Ziel der Arbeit ist es, den Autor und sein Werk durch eine erstmalige kritische Edition in die Reihe der Geschichte der Geschichtsschreibung zu integrieren und dabei Veits Rolle als Historiograph zu würdigen. Die kritische Edition umfasst, neben der Edition des Textes und der grafischen Elemente, auch Zuordnungen der genannten Personen und Identifizierungen der genannten Orte sowie eine Untersuchung der von Veit genutzten Quellen. Dem Text vorangestellt werden eine biographische Darstellung Veits von Ebersberg sowie eine Untersuchung der Textgenese. Zudem werden Wirkung und Wirkungsabsichten analysiert und es erfolgt eine Aufarbeitung der Rezeptionsgeschichte. Insgesamt wird ein Urteil darüber angestrebt, welche Rolle Veit von Ebersberg in der Reihe der bayerischen Historiographen und darüber hinaus einnimmt.