Historisches Seminar
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Hans Ritter von Lex. Erster Staatssekretär im Bundesministerium des Innern

Dissertationsprojekt von Irina Stange

Betreuer: Prof. Dr. Andreas Wirsching

 

Das Projekt beleuchtet die Person des ersten Staatssekretärs im Bundesministerium des Innern Hans Ritter von Lex (1893-1970). Während seiner elfjährigen Amtszeit (1949-1960) wirkte er unter insgesamt drei Ministern. Er stellt damit eine wesentliche Konstante im BMI der 1950er Jahre dar. Irina Stange fragt danach, inwiefern Ritter von Lex die Arbeit des Ministeriums beeinflusste, warum er welche Schwerpunkte setzte und welche Einstellungen und Prägungen sich hierbei niederschlugen.
Ein erster Teil untersucht Ritter von Lex‘ biographischen Werdegang bis 1949 schlaglichtartig. Stationen wie seine Teilnahme am Ersten Weltkrieg, sein Engagement als BVP-Reichstagsabgeordneter (1932/33) und „Bayernwacht“-Führer (1931-1933) stehen dabei ebenso im Fokus wie seine Erfahrungen und Prägungen als Beamter der bayerischen Kommunal- und Landesverwaltung der Weimarer Republik. Auch Ritter von Lex‘ Handeln als Sportreferent (1933-1943) und Referent für Kriegssachschäden (1943-1945) des Reichsinnenministeriums unter den nationalsozialistischen Ministern Wilhelm Frick und Heinrich Himmler wird untersucht.
Davon ausgehend, widmet sich ein zweiter Teil der Arbeit dem sach- und personalpolitischen Wirken Ritter von Lex‘ im BMI. Er untersucht dessen Einfluss auf Bereiche wie die Personalpolitik, die Innere Sicherheit, die Verbotsprozesse gegen die KPD und die SRP vor dem Bundesverfassungsgericht sowie die politische Bildungsarbeit.