Historisches Seminar
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Gesprächsreihe: "Wie schreibt man Kulturgeschichte nach der Zäsur? Tel Aviv als Fallbeispiel"

Prof. Dr. Joachim Schlör im Gespräch mit Dr. Ghilad H. Shenhav

19.10.2026 um 17:15 Uhr

אלנבי_58_צילום_מאיר_פרוינדליךIsrael ist heute nicht mehr das Land, das es vor drei Jahren war. Das Massaker vom 7. Oktober 2023, die Kriege in Gaza, im Libanon und mit dem Iran sowie ein tiefer innenpolitischer Konflikt, der sich nun in den Wahlen zuspitzt, haben die israelische Gesellschaft verändert und ebenso den Blick der Welt auf sie. Muss die Geschichte Israels angesichts dieser Ereignisse anders geschrieben werden? Oder sollten Historiker Abstand zur Gegenwart halten? Das Gespräch mit Joachim Schlör geht diesen Fragen am Beispiel der Geschichte Tel Avivs nach.
Mitte der 1990er Jahre veröffentlichte Schlör Tel Aviv – vom Traum zur Stadt und setzte die Geschichte der Stadt aus den Stimmen von Reisenden, Einwanderern und Bewohnern zusammen. Er schrieb nach den Osloer Abkommen, als Israel und die PLO erstmals über Frieden verhandelten, und sah in der Stadt einen Ort, an dem Juden und Araber einander näherkommen könnten. Was hieße es dreißig Jahre später, ihre Geschichte zu schreiben?

 

Die Veranstaltung ist Teil der Gesprächsreihe „Die Wahlen in Israel: Politische, historische und kulturelle Perspektiven“. An Montagen im Oktober, November und Dezember sprechen Wissenschaftler und Journalisten über die Wahlen und ihre Folgen für die israelische Gesellschaft. Die Reihe beginnt kurz vor dem Wahltag und ordnet dessen Ergebnisse in einen breiten historischen, politischen und kulturellen Zusammenhang ein.


Veranstaltungsort:  LMU, Geschwister-Scholl-Platz 1, Raum M 014

Anmeldung: Für die Teilnahme ist eine Anmeldung erforderlich. Bitte klicken Sie hierzu auf folgenden Button:

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oder telefonisch unter 089 2180 5570.


Eine Veranstaltung des Zentrums für Israel-Studien

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