Die britischen Gesandten am bayerischen Hof und ihre Berichterstattung, 1828-1876
Dissertationsprojekt von Alina Schlingensiepen
Betreuer: Prof. Dr. Ferdinand Kramer
Ziel dieses Dissertationsprojekts ist es, die Tätigkeit der fünf britischen Gesandten (David Erskine, John Milbanke, Augustus Loftus, Henry Howard und Robert Morier) zu analysieren, die zwischen 1828 und 1876 am bayerischen Hof dienten. Als zentrale Quellen der Arbeit dienen die regelmäßig an das britische Außenministerium übermittelten Berichte dieser Diplomaten, die heute in den National Archives in London aufbewahrt werden.
Auf Grundlage dieser Berichte werden verschiedene Fragestellungen untersucht. Zentral ist der Arbeitsalltag der Gesandten und ihr Kontakt zum bayerischen Königshaus und der politischen Elite. Darüber hinaus wird analysiert, welche Themen in den Berichten behandelt werden – und welche keine Erwähnung finden. Ein weiteres Erkenntnisinteresse gilt der Frage nach den Perspektiven der Diplomaten in ihren Berichten und ob sich ein Meinungswandel im Untersuchungszeitraum feststellen lässt. Besondere Aufmerksamkeit gilt dabei der bayerischen Monarchie, religiösen Fragen, den Entwicklungen in Griechenland in Verbindung mit der wittelsbachischen Familie sowie wirtschaftlichen und industriellen Entwicklungen